Einigen bin ich vielleicht schon bekannt als der „Gummiball“ oder „Christophs Freundin“. Ich bin mit Abstand die Jüngste und Kleinste in der Runde und was manche Dinge anbelangt typisch Frau- deswegen auch jetzt erst ein Artikel meiner Seite- den Frauen brauchen bekanntlich ja etwas länger.
Im Sommer bin ich ebenfalls stets in der Werkstatt, jedoch meistens mit anderen Dingen beschäftigt als an Autos zu schrauben.

Wenn klein Andrea dann mal die Schraube einer Ölwanne aufmachen darf, ist sie äußerst glücklich.
Da gibt es allerdings noch eine die kleiner ist als ich - Toni - der Dackel. Sie ist nicht nur Kurvenfest, sondern auch immer in der Werkstatt mit dabei. Dort sucht sie entweder stundenlang nach Mäusen oder stellt sich auf Christophs Werkzeugkasten um mal wieder zu signalisieren dass SIE hier der Chef ist.

Nun aber zu der Geschichte mit meinem Auto:
Alles begann damit, dass Christoph mich vor drei Jahren fragte ob ich mit nach San Martino fahren möchte. Er erzählte mir wie toll es dort sei und dass man so etwas nicht verpassen dürfte. Um ehrlich zu sein, die Begeisterung für alte Autos konnte ich mit ihm nicht Teilen. Ich hatte überhaupt keine Ahnung davon und es interessierte mich auch nicht sonderlich, denn ich konnte ja nicht einmal Autofahren.
Allerdings dachte ich mir, das schlimmste was mir passieren kann ist dass ich mich ein ganzes Wochenende über langweile. Also fuhr ich mit und zu meiner Überraschung war die Anfahrt bereits absolut geil. Trotzdem stand ich den bevorstehenden Tagen sehr skeptisch gegenüber.
Zwar konnte ich die Begeisterung für verschiedene Felgen und Auspuffe immer noch nicht nachvollziehen. Aber ein paar der Karren waren einfach nur geil!!

So kam es dass ich mich neben dieses Auto stellt und meint „das ist aber ein süßes Auto“. Ja ich weiß diese Aussage sollte mir eigentlich schon peinlich sein. Aber so ist klein Andrea nun einmal nicht viel Ahnung, weiß aber was ihr gefällt und hat deswegen gleich ihre Klappe auf.
Auf der Rückfahrt beim Sepp im Kadett war ich fast nur damit beschäftigt den Sonnenuntergang und die Umgebung drum herum zu filmen.
Da geschah es dann, leicht abgelegen von der Strecke entdeckte ich eine Garage ich zoomte heran um zu sehen was drin stand. ES war hellblau und es war wie Liebe auf den ersten Blick. Ich fragte Sepp ob er wüsste was DAS sei, „ja klar ein B Kadett“.
Ab da jammerte ich in regelmäßigen Abständen ich möchte so ein Auto haben. Doch eines war klar ich hatte weder das Geld noch konnte ich Autofahren!
Es verging seit her sehr viel Zeit, doch ich hörte das jammern und träumen nicht auf. Dass ich mittlerweile einen B Kadett habe und dies in erster Linie Christoph und den anderen verrückten Jungs zu verdanken habe ist sicher schon bekannt.
Zwar muss ich gestehen habe ich immer noch nicht viel Ahnung vom Schrauben, allerdings werde ich diese Wissenslücke gerne füllen.
Momentan steht „Paul“ so heißt mein Kadett in der Garage und ich warte nur noch darauf ihn endlich wieder zu fahren.

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