| „The Stricher“ – Erstens kommt es anders und zweitens als Mann denkt!
Die Entscheidung war gefällt, nach dem Ausfall meiner Einspritzpumpe im VW Bus musste ein Mercedes Diesel her! Leider hat unser Staat aber die Dieselfahrzeuge in eine überaus hohe Steuerklasse gesteckt, sodas für mein neues Alltagsauto und den wenigen km die ich eigentlich fahre eine Lösung her musste – das H-Kennzeichen.
In Erinnerung an Kindheitstage auf dem Beifahrersitz des Strich 8 war die Entscheidung nicht mehr sonderlich schwer.
Kurz und gut, die Autojagd hatte begonnen, leider stellten sich viele Inserate als zu schlechte Zustände für zu viel Geld heraus, mal abgesehen davon, dass ich keine Weltreise machen wollte um mir Autos anzusehen.
Eines Tages entdeckte ich im www das Inserat dieses /8ers nahe der österreichischen Grenze.
Kurzer Anruf mit einem wirklich netten Verkäufer aber leider der Info „Morgen kommt schon einer der ihn mitnimmt – sorry!“ So eine Scheisse!!!
Tags drauf dann ein völlig unerwarteter Anruf: „ Der kommt irgendwie nicht – du warst mir eh sympathischer, magst vorbei kommen und ihn anschauen??“
Gesagt – getan, auf geht’s zur Besichtigung!
Der Zustand des 75er 200D war wirklich schön, einzig und alleine die Stellen an denen schon einmal jemand „restauriert“ hatte machten mir Sorgen, überall die braune Pest! Eine zweistündige Verhandlung nahm ihren Anfang in der ich das Auto gerne gekauft hätte aber mir die Arbeit nicht aufhalsen wollte und ein Verkäufer das Auto einfach nicht zu günstig abgeben wollte! Doch am Schluß trat der Fall ein, mit dem ich irgendwie von vornherein gerechnet hatte – ich hab ihn gekauft und am Wochenende drauf mit Paps und roten Nummern abgeholt!
Was folgte war das abstrippen der Karosse und Freischleifen jeglicher Gammelstellen.
Was ans Tageslicht kam gab mir irgendwie das Gefühl kotzen zu müssen!!!
Die „Restaurateure“ der Vergangenheit hatten einiges geschweißt, anschließend jede Schweißnaht ohne sie zu säubern mit Karosseriedichtmasse überschmiert und anschließend das ganze Auto neu lackiert! Zum Korrosionsschutz noch schnell 1 Kubikmeter PU Schaum in die Hohlräume geblasen und gut is!!
Naja, der Plan ein Alltagsauto ohne eine Resto zu machen war dahin, vielmehr stellte sich die Frage ob sich das ganze Projekt noch lohnen würde!!
Nach einigem hin und her hab ich dann meine Blechbestellung aufgegeben :
2 Seitenteile hinten unterhalb Zierleiste
2Innenradhäuser hinten
2Schweller
2Radhäuser vorne
2Kotflügel
1Heckblech
1Querträger unter Kühler
Der Rest wird selbstgebaut!
Hier sei noch die hervorragende Ersatzteilversorgung von Mercedesteilehändlern erwähnt, von so etwas träumen Opelschrauber nichtmal nachts.
Die oben aufgeführten Blechteile habe ich dann in 2tägiger Arbeit aus der Karosse geschnitten die mittlerweile eher einem Hotrod als einem klassischen Mercedes ähnelt.
Während dieser Arbeiten kamen noch weitere Desaster der Vorarbeiten ans Tageslicht, die nun auch repariert werden wollen.
Kurz und gut, das Projekt wird wieder einmal länger dauern als geplant – ich hoffe es lohnt sich!
Am Wochenende Anfang September soll es nun endlich los gehen, ich hoffe da geht was vorwärts, sonst platz ich!
Der fährt diesen „Sommer“ noch!!!!!!!!
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