Fassen wir das Jahr 2005 einmal zusammen, in Sachen Kadett C und Peter hat sich einiges getan. Neues Fahrwerk, neue Felgen, neuer Vergaser, neuer Rost. Doch ganz langsam der Reihe nach:
Vorher:

1. Das Fahrwerk
Noch bevor wir einen Handstrich am Kadett machten flatterte mir ein Mattig 005 Fahrwerk mit gelben Konis ins Haus, Ebay sei Dank zu einem zivilen Preis. Das erste Jahr wurde komplett mit dieser Kombination zurückgelegt, richtig schön hart, so wie es eben sein soll... Naja oder halt auch nicht. Das Resumé nach einem Jahr: Viel zu hart und vor allem vorne höher als hinten und irgendwie ist von den versprochenen 60mm nicht viel zu sehen. Aber war ja auch irgendwie klar, die Federn sind eigentlich für den Zweiliter und deswegen im kleinen 12er hoffnungslos unterbeschäftigt.
Da Christoph in einer völlig kranken Aktion mit seinen Studienkollegen nach Essen auf die Motorshow gefahren ist, hat er dort einen unschlagbaren Deal und damit meine neuen Federn rausgeschlagen. Apex 60mm aber diesmal ein Fahrwerk für den kleinen 12er!
Nach dem Einbau zunächst die Enttäuschung: Schaut ja aus wie vorher! Aber nach den ersten Kilometern steht fest: Vom Fahrverhalten wesentlich besser, zwar noch sportlich hart aber nichtmehr so steinhart wie vorher! Nur mit der Optik, da stimmt was nicht...

2. Die Felgen
Mal wieder Tatort Ebay, 3, 2, 1 und meins! Klassiche ATS in 7x13 (vorher: geliehene ATS 6x13) bereits sandgestrahlt also lackierfertig. Preis hat auch gestimmt. Ein paar Tage später standen sie da, zwei riesige Kartons mit 4 wunderschönen Felgen. Glücklicherweise hatte unser Meisterlackierer Watzl grade Zeit und Lust um sie mit einer völlig durchgedrehten Eigenkreation zu lackieren. Was für eine Farbe die Felgen nun genau haben, weiß niemand so recht. Irgendwas zwischen dunkelblau und grau mit goldenen Metallic-Teilen. Hört sich schlimm an, schaut aber super aus!

3. Der Vergaser
Kaiserslautern. Ostertreffen. Wir sind wieder in Sepps 7 sitzigen Monster hochgefahren um uns die vielen schönen Kadetten anzuschauen. Doch wie auch im letzten Jahr ist es dabei natürlich nicht ganz geblieben. Beim rumstöbern hab ich ihn liegen sehen, einen Weber mit Ansaugbrücke und Luftfilter. Kurz gefragt was der denn kosten soll, kurzer Blick mit total sinnloser Frage an den Christoph "Is das ok?" und bevor der eigentlich antworten konnte gekauft. Angeblich war er sogar mal auf nem 12er drauf. Peter hat also ab jetzt ein breites Dauergrinsen im Gesicht. Kaiserslautern ist für ihn gelaufen, der Drang irgendwas zu kaufen ist gestillt, jetzt können sämtliche Autos genüsslich begutachtet werden. Sehr interessant dabei natürlich die 12er mit Weber. Nicht jeder war in Lautern jedoch so rücksichtsvoll und hat so "kleine" Schätze gekauft wie ich, gell Christoph? Aber das ist ein anderes Thema.
Zurück zum Weber. Da lag er nun. Hmmm eigentlich könnte man den doch einfach mal so schnell draufbauen und schauen ob er läuft. Der erste Versuch in der Garage daheim war sehr provisorisch, Gaszug per Draht durchs Fenster, überall Möglichkeiten zum Falschluftziehen, aber er lief, wenn auch wie ein Landsbulldog. Juhu.
In der Werkstatt dann einige Tage später wars soweit, die neuen Dichtungen waren da und der Weber musste jetzt endlich drauf. Das Gasgestänge haben Sepp und ich schnell zusammen gebastelt aus irgendwelchen alten Roboterteilen (ich wills gar nicht wissen...). Er läuft! Ohne eine Schraube gedreht zu haben an der Gemischzubereitung, er läuft! Juhu! Der Sound: Infernalisch, der Leistungszuwachs spürbar.
Das eintragen hat sich ein wenig gezogen da vorher noch "schnell" der Motor gewechselt werden musste (Kupplung dabei natürlich auch gleich mal) da der alte Öl verliert und man Dichtungen im ausgebauten Zustand doch besser ersetzen kann. Also anderen Motor, na ihr wisst schon wo ersteigert und rein damit. Ab zum Tüv. Der war sogar so freundlich und hat den Weber neu eingestellt. Wow!!! Abartiger Fahrspaß (aus 1,2 Litern!), und Italienerprobt is er auch schon. Fazit: Fährt der normalen 12N Variante den Berg hoch durchaus davon und braucht nichtmal einen Liter mehr Sprit als der normale N! 3 Tage Kadett die Alpenpässe hochquälen bei 8,4 Litern, was will man mehr? Fehlen nur noch die Trichter...

4. Der Rost...
Von diesem braunen Zeug gibts einfach immer und überall viel zu viel. Der Einstieg an der Fahrerseite hinten und der Kofferraumboden meinen einfach sich in Luft auflösen zu können. Aber dem geb ich keine Chance, 2006 wird der Untergang des Rosts! Stellenweise zumindest....
Nacher:

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